NO TAV

NO TAV

Die ganze Geschichte fing 1991 mit der Entstehung der ?TAV spa? an, eine Gesellschaft, die je zur Hälfte aus öffentlichem sowie aus privatem Kapital besteht. Ihr Auftrag besteht darin, in Italien die ca. 900km lange Eisenbahnlinie für den Hochgeschwindigkeitszug zu bauen.
Das Vorhaben Turin mit Lion (FR) zu verbinden wird das Tal, wo schon eine Zuglinie und eine Autobahn hindurch führen, für die nächsten 15 Jahre in eine Baustelle verwandeln. Das ganze ist ein enormes Projekt in der Höhe von ca. 80 Milliarden Euro. Ein Projekt, dass der Bevölkerung keinen Nutzen bringen wird, da der Zug ohne anzuhalten durch das Tal brausen wird und der Zuschlag für den TAV so teuer sein wird, dass das Billet nur von Touristen und Reichen bezahlt werden kann.
So gab es auch schon 1998 eine Proteste- und Repressionswelle in Turin (1|2|3)
Dazu fügen sich noch weit ernstere Angelegenheiten: die Umweltbelastung für das Tal, die Gefahr des Asbests und dem Uranerz, beides im innern des Gebirgsmassivs, durch das das 52 km lange Tunnel führen soll, vorhanden. Diese Materialien würden beim Tunnelbau sowie bei der Lagerung des herausbeförderten Materials zu Problemen führen, da sie sich in der Luft verflüchtigen und Grundwasser verseuchen können. Die Angst ist folglich legitim, kann dies doch gesundheitliche Konsequenzen haben und zu Lymphomen und Leukämie führen. Katastrophal sind auch die Folgen für die Umwelt durch die riesige Baustelle. Das Tal ist durchschnittlich nur 1,5 km breit mit vielen verstreuten Siedlungen. Einfach sich vorzustellen, was ein so ein gigantesker Bauplatz aus Zement, Stahl, Kabel und Plastik, die die kleine Talsohle durchziehen, bedeuten würden.
Die Arbeiten sollen jetzt beginnen.
Am 31. Oktober kam es zu einem Zusammenstoss, als ein riesigen Polizeiaufgebot mit Knüppeln auf die EinwohnerInnen schlugen, die gegen den Beginn der Bohrungen protestierten. (siehe 10 Gründe gegen den TAV) Den Protesten schlossen sich verschiedene Bürgermeister, piemonteser BesetzerInnengruppen und Centri Sociali wie das 'Askatasunaan. Das Ganze fügt sich in einen Kontext von Repression und Militarisierung des Gebiets in Aussicht der nächsten Olympiade.
Am 16 November gab es im Val di Susa einen Generalstreik, initiiert von den Gemeinden, einigen Bürgermeistern, von Naturschutzorganisationen, des Komitees NoTAV und anderen Organisationen und Gruppen.
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